no more sportograf

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this in german for a change, as it mainly might concern local folks anyways. it’s about my cooperation (and why i ended it) with the event-photoservice sportograf in 2007/08 – which prove way less enjoyable than many, esp. their clients might have expected.

die deutsche firma sportograf hat sich mit ihrem innovativem vertriebsmodell für teilnehmerfotos von sportevents ja in den letzten jahren auch bei uns in österreich einen namen gemacht, woran ich (ganz objektiv gesehn) nicht unbeteiligt war – hab ich doch 2007/08 mit meinem team an fotografen fast alle mtb- und einige andere rennen in österreich abgewickelt, wie ich glaube immer in dem spirit und der qualität die die kunden mit der marke sportograf verbinden.

natürlich wurde ich im letzten jahr des öfteren gefragt warum ich aufgehört habe, bzw werden sich viele diese frage selbst beantwortet haben mit “es wird ihm halt zu wenig übrig geblieben sein”. was vereinfacht gesehn nicht unrichtig ist – nur war der hauptgrund für meinen ausstieg eigentlich die ursache für dieses “zu wenig” – und bei weitem komplexer..

ich war von beginn an eher misstrauisch gegenüber dem modell da mir die art wie sie ihr produkt dem endkunden verkaufen ein wenig “zu gut um wahr zu sein” erschien – sportlich und fair, so sind nicht nur die preise sondern auch das gesamtbild das sportograf nach aussen vermittelt, man ist sogar verleitet zu vergessen dass es eigentlich eine beinhart gewinnorientierte firma ist und kein verein selbstloser freaks. aber trotz aller bedenken liess ich mich auf das abenteuer sportograf ein, unter der bedingung aktiv an der entwicklung mitarbeiten zu dürfen und nicht nur ein einfacher bilder-lieferant zu sein.

bald schon war mir klar wo die stärken und schwächen dieses geschäftsmodells lagen, wie man profitabel arbeiten könnte – musste allerdings im laufe der zeit immer mehr feststellen dass ich auf subtile art von dieser rentablen zone ferngehalten wurde – und damit auch mein team. gleichzeitig wurden meine ideen und vorschläge um den weniger rentablen teil des geschäfts (der mir blieb) zu optimieren grossteils ignoriert, bzw. als nicht verfolgenswert eingestuft – auch klar – wozu sich mit den wenigen prozent die man beim kleinen teil des kuchens noch rausholen könnte abmühen, wenn man selbst doch sowieso über 90% davon vernascht..

für mich war dies immer mehr ein zeichen dass die fairness mit der diese firma bilder an ihre kunden verkauft leider dort auch schon wieder endet.

ich seh mich schon immer eher als handwerker, und wahrscheinlich kommt es daher dass für mich “profitables arbeiten” bedeutet hätte dass ich den eigentlichen “arbeitern” – den fotografen – das bezahlen kann was ihnen zusteht, fair und transparent nach leistung bewertet.

doch so wie ich es die beiden jahre erlebt habe ist sportograf viel mehr eine fabrik. die chefs dieser fabrik wollen keine handwerker, sie wollen roboter – maschinen die keine persönlichen ansprüche, rechte und ideen haben oder gar eine art gewerkschaft bilden könnten. maschinen die mit möglichst wenig und konstanten laufenden kosten maximalen gewinn produzieren, egal wie sehr sie belastet werden oder was sie leisten. meist sind es deshalb studenten – denen der wert ihrer arbeit und was diese fabrik daraus macht gar nicht bewusst ist.

auch muss man sich vor maschinen nicht rechtfertigen wenn denn mal irgendetwas nicht so klappt wie es sollte – und das passiert halt leider dadurch dass das system noch in der entwicklung steht immer wieder, so manche werden dies wohl auch schon als kunden zu spüren bekommen haben. über solche sachen wurde dann aber einfach nicht geredet, direkte anfragen dazu regelmässig ignoriert.

überhaupt war die zusammenarbeit alles andere als so wie es sich aussenstehende wahrscheinlich bei einer “fairen” firma vorstellen. es gab so gut wie keine kommunikation, e-mails wurden permanent ignoriert bzw. gingen in der völligen überforderung der beiden “chefs” unter, von mir eingebrachte ideen bzw angebote zur mithilfe auch ausserhalb des fotografischen wurden meistens mit ignoranz belohnt – ausser natürlich man konnte sich geld damit ersparen..

nachdem ich im jänner 2008 nochmal versuchte mich weiter einzubringen und dafür sogar nach aachen flog musste ich kurz darauf einsehen dass es sinnlos war. meine mithilfe an der vor ort geplanten “neuen” homepage war so gut wie umsonst, da bis heute kaum etwas davon umgesetzt wurde – der wille an den grundlegenden problemen des systems was zu ändern oder sie auch nur zu sehen hielt sich genauso in grenzen und die kommunikation wurde auch nach dem treffen wieder auf quasi null zurückgefahren.

auf meine ankündigung im juni 2008 dass ich im jahr 2009 nicht mehr zur verfügung stehen würde bekam ich bis heute – eineinhalb jahre später – keine antwort.. ..

rückblickend hab ich in den beiden jahren vieles gelernt, nicht nur fotografisches, sondern auch über menschen.

Written by markus

December 31st, 2009 at 2:00 pm

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3 Responses to 'no more sportograf'

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  1. …du hast halt versucht eine österreichische note einzubringen aber das wurde halt ned angenommen ! gibt immer wieder dinge im leben auf die man gerne einfluss nehmen will und man darf ned

    nimm da des positive raus aus der sache und den rest spühl afoch owe !

    hannes

    Scotty

    31 Dec 09 at 2:34 pm

  2. absolut – und des ganze hab i ja a ned aus irgendan grant oder böswilligkeit raus gschriebn, sondern eben als erklärung für’s “warum” ..

    viel zum owespüln gibts do nimma, is scho lang abghakt, und is ma von da gegenseite a ziemlich leicht gmacht wordn, dadurch dass einfach nie drüber gredt wordn is..

    so long.

    markus

    31 Dec 09 at 2:47 pm

  3. so, jetzt genug gesudert – tua gscheida mal einen eigenen ösn-fotoservice gründen! und vorher noch a testvideo von der gopro uppen – damit ich weiß, wie lang ichs ma ausborgen muss ;)

    LG! und happy eh scho wissn!

    bernhard

    2 Jan 10 at 12:56 am

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