über sinn und unsinn der gewerbeordnung für fotografen in österreich

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(inspired by: http://bit.ly/73NLjA)

gleich vorweg – ich halte das aktuelle system auch für alles andere als zeitgemäss.. mit einem grossen “aber”..

technisch hat sich die fotografie in den letzten jahren sehr schnell gewandelt – aus einem hobby das sich nur wenige leisten konnten und wollten und damit die praxis und erfahrung erlangen konnten auch “mehr” daraus zu machen wurde eine massenerscheinung.

*jeder* kann heute mit mehr oder weniger hohem finanziellem erstaufwand einsteigen und daraufhin unbegrenzte mengen an bildern schiessen, schnell lernen, sich entwickeln, wenns doch nix wird einfach wieder aussteigen – was noch vor wenigen jahren völlig undenkbar war: die grenzen zwischen amateur (kleinbild) und professionell (mittelformat) waren sehr klar von den investitionskosten her abgetrennt, *jede* belichtung kostete geld (und zeit) und der lernprozess war somit im vgl. zu heute “glacially slow”..

wer sich zu analogen zeiten zu einer fotografischen ausbildung entschloss lernte noch ein *handwerk*, nicht anders als das handwerk des tischlers dauerte es jahre um die fähigkeiten zu erlangen um verkaufbare qualität zu produzieren und einen gewaltigen investitionsaufwand um diese leistungen danach auch noch selbständig – als firma – zu vermarkten. die preise für diese leistungen waren deshalb ziemlich klar definiert, man musste seine investitionen reinbringen, man hatte materialkosten und den zeitaufwand – und nicht zuletzt eine jahrelange ausbildung, die durch den meistertitel bestätigt wurde. wer sich mal dafür entschieden hatte konnte nicht mehr ganz einfach was anderes machen.

fast forward 2010:
investitionskosten? – den grossteil der ausrüstung haben mami und papi bezahlt..
materialkosten? – gibts nicht mehr.
zeitaufwand? – ist doch mein hobby, mach ich doch gerne..
ausbildung? – ein paar monate hobby-praxis und etwas talent reichen um zumindest in spezialisierten gebieten halbwegs ansehnliches material herzuzeigen zu haben.
nutzungsrechte? – kann man die runterladen?

ergebnis: eine unglaubliche schwemme an personen die eine leistung (die fotografie) mehr oder weniger qualitativ zu einem preis anbieten der einen ganzen berufsstand in gefahr bringt – oft nämlich gratis – und warum soll eine firma die sichs eigentlich leisten könnte (und von der dieser berufstand lebt) für einen fotografen bezahlen wenn sie doch einen mitarbeiter in der buchhaltung hat der das doch gerne macht, vielleicht nicht ganz so gut, aber wer sieht schon den unterschied, seine kamera hat genauso 12 megapixel..

wir heiraten: der lehrling der gärtnerin die den blumenschmuck macht fotografiert so gern, sie bietet das gleich im paketpreis für 300€ aufpreis an was bei einem *echten* fotografen 1500€ kosten würde – na klar, nehmen wir..

beim art-director eines grossen sportartikel-händlers des landes: mehrtägige katalogproduktion (actionfotos), 600€ tagessatz kann ich bieten – die leute rennen mir die türe ein die das um diesen preis machen würden.. aja und wir produzieren auch bilder für deutschland mit.. ..

ohne es zu merken zerstört also so diese grosse menge an “fotografen” die auf den markt drängt selbst den markt von dem sie eigentlich gerne leben würde. übertrieben gezeichnet wird es dann irgendwann den beruf des fotografen nicht mehr geben, weil keiner mehr dafür bezahlen will und sowieso alle bilder gratis sind bzw gemacht werden. wovon sollte dann ein fotogaf noch leben können? – und das ist ja schliesslich der sinn eines *berufs* – dass man davon leben kann.

und das ist/wäre meiner meinung nach der eigentliche sinn einer gewerbeordnung, eine filterung derer die es wirklich ernst meinen, und damit auch automatisch markt-konforme preise verlangen. dass die qualität dem entsprechend sein muss sollte eine selbstverständlichkeit sein – die aktuelle ausbildungs/prüfungsordnung finde ich allerdings dafür auch nicht als geeignet, da können leute “durchschlüpfen” die absolut *nichts* können, auf der anderen seite werden sehr gute leute ausgesperrt. mal ganz abgesehn von den “alteingesessenen” und oft technisch zurückgebliebenen.

zitate wie:

Jürg Christandl
– diese ganzen zugangsbeschränkungen haben nur einen einzigen grund die *berufsfotografen* und ihr geschäft zu schützen.

hallte ich deshalb für etwas kurzsichtig. klar wollen es die “alten” noch irgendwie in die pension schaffen, aber für uns jüngere sollte der schutz des marktes im vordergrund stehn – ob das jetzt durch die innung oder selbstorganisierte vereinigungen (gibts im übrigen auch in amerika) passiert macht da meiner meinung nach nicht viel unterschied, aber erstere gibts halt schon, also warum nicht deren strukturen nutzen, es ist ja nicht so dass man nichts dafür geboten bekommt..

my2c,
markus.

Written by markus

January 17th, 2010 at 4:12 pm

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28 Responses to 'über sinn und unsinn der gewerbeordnung für fotografen in österreich'

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  1. Word.

    Die Form der aktuellen Meisterprüfung ist vielleicht diskussionswürdig, die prinzipielle Notwendigkeit einer Qualitätssicherung um den Markt zu schützen ist meiner Meinung aber definitiv außer Frage.

    stephan mantler

    17 Jan 10 at 4:55 pm

  2. bin voll deiner meinung;

    sitz gerade zufällige im meisterkurs tirol und versuch das thema zur diskussion zu machen, stoße eigentlich auf hartholz da über die hälfte der kursteilnehmer überhaupt keine ahnung vom wirtschaftsleben eines österreichischen fotografen haben, geschweige denn eine anständige produktaufnahme oder ein stilsicheres portrait zustande bekommen! war vor 5 jahren als ich fotografieren begann im ersten teil zur meisterprüfung, damals bin ich wegen fehlender erfahrung – freiwillig – ausgestiegen, da ich mich nicht meister schimpfen wollte…

    diese einstellung haben aber nur sehr wenige leute, egal ob presse, sport, portrait oder produktfotografie, und das ist denke ich der springende punkt in dieser diskussion:
    einige dieser ‘pressefotografen’ haben keine ahnung wie man eine breitling armbanduhr beleuchtet, schärfenausgleich auf einer sinar macht und so weiter, haben aber schon ein wahnsinnig tolles portrait von george w. bush, während einer rede gemacht! diese leute wollen somit den status eines respektablen fotografen erlangen der aber EINDEUTIG nicht dem status eines angewandten fotografenmeisters entspricht!

    im prinzip wird in tirol momentan die meisterprüfung für halb österreich abgelegt, leute aus wien, vorarlberg, nieder ober österreich steiermark whatever werden von einer gruppe geprüft, die ernsthaft das portrait in der meisterprüfung streichen wollten! die qualität wird von einer hand voll leuten beurteilt die meiner meinung selbst nicht wirklich talentiert sind…

    mit dieser diskussion bekämpfen wir fotografen uns selbst, schiessen uns den eigenen fuss ab obwohl wir eh schon wackeln, ich bin für klar definierte strukturen! z.b darf eine gewerlich genutze fotografie nur von einem gewerblich zugelassenen fotografen gemacht werden, damit schneidet man den pfuschern den nabel ab und die preise sind nicht willkürlich…

    bitte der meisterbrief sollte ein qualitätssiegel sein, dass von echten anerkannten fotografen (zu bestimmen eventuell durch eine bundesweite wahl) ausgehändigt wird, und nicht in den dreck ziehen was wir für scheiss fotografenmeister in österreich haben! es gibt nämlich auch einige sehr gute

    ein meister ist, in den meisten fällen kein künstler sondern ein wirtschaftender handwerker der sein handwerk von der picke auf lernen sollte, und es kann nicht möglich sein dass ein quereinsteiger die gebühren bezahlt zwei D3 bodies von papa mitbringt, ein bisschen fachrechnen lernt und innerhalb weniger wochen fotografenmeister wird!

    das schädigt unseren berufstand wirklich…

    wie gesagt befinde ich mich gerade mitten in der vorbereitung zum meister und bitte um verständnis dass ich meinen namen nicht nennen möchte, die innung ist ja nicht grade bekannt für ihre offenheit

    undertaker

    17 Jan 10 at 6:26 pm

  3. ja bitte machts den meister und nennts euch fotografenmeister!

    aber dennoch sollte es JEDEM erlaubt sein, die fotografie als gewerbe auszuführen! gibts halt fotografen und meisterfotografen!

    und wenn ich da oben les das es eine prinzipielle notwendigkeit zur qualitätssicherung des marktes geben muss, dann mach ich mir vor lachen in die hose!
    schauts euch doch den dreck an den die ganzen “meister”fotografen in ihren auslagen ausstellen! is ja fürchterlich! da sind 14jährige auf deviantart.com denen schon um lichtjahre voraus!

    Andreas J

    17 Jan 10 at 7:35 pm

  4. öhm.. wem ist es NICHT erlaubt die fotografie als gewerbe “auszuführen”? genauso wie jeder tischler und elektriker werden kann, kann auch jeder fotograf werden, oder?

    und von “*qualitätssicherung* des marktes” war nirgends die rede – ich bezweifel dass du den artikel gelesen hast, verstanden in jedem fall nicht offensichtlich..

    markus

    17 Jan 10 at 7:44 pm

  5. andreas hat absolut recht, jeder der qualität liefern kann sollte diese auch angemessen bezahlt bekommen!!!

    die sache mit dem meister ist schwierig! der erwerb der meisterkunst an sich ist ja erstrebenswert, von wem oder was man diesen verliehen bekommt ist eine andere frage! ich sehe darin nur den vorteil, frei arbeiten zu können ohne anzeigen von berufskollegen, finanzamt oder sonst was zu bekommen.

    meiner meinung nach sind in einer gruppe meisterkandidaten von 20 etwa 3 oder 4 wirklich auch meisterreif, den brief bekommen aber 16 od 18, in diesem fall ist ein meisterbrief nichts mehr wert ausser eben dem gewerbeschein!

    konsequent wäre das system abschaffen oder die ansprüche für wirkliche meisterfotografen erheblich zu steigern!

    undertaker

    17 Jan 10 at 8:36 pm

  6. @markus: du hast also gar keine ahnung oda wie seh ich das?
    aber ich erklärs kurz: in österreich darfst du mit dem presseschein für die tagesaktuelle presse fotografieren! alles andere darfst nur als meisterfotograf (so ein schönes wort) machen.
    was ich sagen will geht auch in einem satz: “der berufsstand des fotografen muss freies gewerbe werden!”

    Andreas J

    17 Jan 10 at 8:54 pm

  7. ahja, das mit der qualitätssicherung steht gleich im 1. kommentar glaub…die les ich nämlich auch!

    Andreas J

    17 Jan 10 at 8:55 pm

  8. aber wer soll noch angemessen bezahlen? wieviel ist dann angemessen?

    es gibt schon einige möglichkeiten (neben der meisterprüfung) den gewerbeschein “berufsfotograf” zu lösen – alle sind darauf ausgelegt die erfahrung zu belegen dass man’s wirklich ernst meint und kann – und machen deshalb meiner meinung nach auch sinn.
    wenn sich nicht so viele wirklich gute leute mit dem “pressefotograf”-schein zufrieden geben bzw dahinter verstecken würden hätte der “berufsfotograf” auch wieder einen ganz anderen stellenwert – wieso machen denn die die’s doch eh können nicht diese sch.. prüfung, oder sich schlau wie’s anders güng.. ..

    markus

    17 Jan 10 at 9:11 pm

  9. naja, weiss nicht ob man das als “gar keine ahnung” bezeichnen kann wenn ich seit 1998 den pressefotografenschein hatte und ihn vor ein paar monaten auf den berufsfotografen umgemeldet habe. *ohne* der klassischen meisterprüfung übrigens.

    markus

    17 Jan 10 at 9:36 pm

  10. und darfst da jetzt alles und jeden und ohne einschränkungen fotografieren?

    und weils mich jetzt ganz ernsthaft interessiert, wie macht man das dann?

    Andreas J

    18 Jan 10 at 2:40 pm

  11. klar – gewerbeschein “berufsfotograf”, dementsprechend darf ich alles (und offiziell) tun.

    ich hab in den 90ern das kolleg auf der grafischen gemacht und hätte seit dem massig berufserfahrung nachweisen können durch arbeit für fotostudios usw – war aber dann gar nicht notwendig nachdem ich bei der BH ein wenig auf den tisch gehaut hab 8)

    gibt aber noch einige andere möglichkeiten – alle wie gesagt darauf ausgelegt nachzuweisen dass man’s wirklich ernst meint und erfahrung mit dem *beruf* fotografie hat. kunst und urlaubsfotos zählen da halt berechtigterweise nicht dazu, weil genau daher drängt die schwemme an leuten auf den markt die die preise kaputt machen :(

    markus

    18 Jan 10 at 4:36 pm

  12. dh ich geh mit meiner mappe hin und sag “oida ich bin fähig das zu machen!”, oda wie?

    Andreas J

    18 Jan 10 at 5:37 pm

  13. ein grosses problem sind wirklich die one-minute-photographers, die die preise druecken. erst machen sie es billig und dann auch noch schlecht. hoffentlich, denn wenn sie es gut machen ist es noch schlimmer fuer alle. inklusive sie selbst, weil sie dann draufkommen, dass sie ihr geliebtes hobby nicht zum beruf machen koennen.

    welchen schein wer hat, interessiert kunden leider / zum glueck nicht. da es eben keine wirkliche qualitaetssicherung von offizieller seite gibt, ist allein die bezeichnung “berufsphotograph” genauso aussagekraeftig wie “finanzberater”.

    das ist ja eines der groessten problem unserer branche.. als berufstand sind wir eierlegende wollmilchsaeue, aber jeder einzelne fuer sich produziert doch nur ein oder zwei sachen wirklich gut. portrait, architektur, hochzeiten, usw, jeder bereich braeuchte seine eigene innung..

    die passbildphotographen natuerlich auch. heutzutage ein passbild zu erstellen hat nichts mit portrait zu tun sondern eher ob man die bedienungsanleitung der passbildkamera lesen kann und dann die richtige overlaygraphik auf dem display fuer das gewuenschte land aktivieren kann. kein witz, die dinger kann ein 10-jaehriger wahrscheinlich besser bedienen als ein photomeister. sehen auch aus wie spielekonsolen..

    photographie ist immer eine vertrauenssache, und das bekommt man selten nachgeschmissen sondern muss es sich erarbeiten.

    grubernd

    19 Jan 10 at 1:19 am

  14. grubernd

    19 Jan 10 at 1:20 am

  15. Vorab….ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen….und sorry, falls ich wem jetzt in die verbalen Fußstapfen steige.

    Ich verfolge die Entwicklungen, oder besser Nicht-Entwicklungen im Fotogewerbe schon einige Jahre.

    Dass der Preis gedrückt wird liegt an der Legitimierung!

    Denn…
    will sich wer legal verhalten und trotzdem fotografieren, dann kann er es nur gratis machen. Kleine Ausnahmen gibts in der Nebengewerbeordnung.
    Das drückt natürlich massiv auf die Preise.

    Vorschlag…
    Fotografie zu einem freien Gewerbemachen. Die Leute sollen alle ihr Gewerbeanmelden…somit auch verdienen können….Steuern zahlen…WKO-Beiträge zahlen dürfen…….somit müssen sie dann automatisch mit ihrem Preis rauffahren.

    Frage…
    warum ist die Filmproduktion ein freies Gewerbe??????
    Hier entstehen viel größere Kosten und Aufwände. Hier kann ich viel mehr falsch machen las bei der Fotografie.

    Frage 2…
    Wer hat Angst vor einer Entlegitimierung?
    a) Berufsfotografen, die wissen, dass sie mittelmäßig tolle Fotos machen
    b) Die Innung…Selbsterhaltungstrieb

    Verlierer durch die Legitimierung…
    außer der Innung ALLE.

    LG
    RU

    Rudolf

    16 Feb 10 at 5:36 pm

  16. weil das film/video-gewerbe immer wieder kommt:
    das ist ein komplett anderes ding, weil es kaum einen privaten kundenkreis anspricht, wenn überhaupt lässt man privat grad mal ein video von der hochzeit machen, aber selbst da wage ich zu behaupten dass es >90% von pfuschern abgedeckt wird, und nachdem sie sich sowieso jederzeit den (freien) gewerbeschein holen könnten tun die das auch ganz ohne schlechtem gewissen.. ..

    markus

    17 Feb 10 at 12:41 pm

  17. und von wegen preise drücken:
    das problem sind nicht die die es *gratis* machen – das problem sind die die es “um reinzukommen” zu einem preis machen der bei 20% dessen liegt was jeder vernünftig denkende unternehmer machen würde – und davon gibt es massenhaft. wenn die dann (wie im videobereich) auch noch die alibi-legitimierung “ich kann mir ja sowieso jederzeit den gewerbeschein holen” bekommen dann wird das definitv nicht besser.

    aber mir isses ehrlichgesagt mittlerweile schwerlich wurscht. macht euch doch selbst den markt kaputt, ich mach dann halt was anderes..

    markus

    17 Feb 10 at 12:51 pm

  18. mein kurzes Fazit zu der leidigen “Meister-Diskussion”…

    Ein guter Fotograf braucht keine Meisterprüfung,
    einem mittelmäßigen nützt sie nichts.

    Letztendlich wird sich Preisleistung durchsetzen und die Innung aus dem 170-jährigen Schneewittchenschlaf aufwachen und erkennen müssen, dass sich die Zeiten und der Markt massiv geändert haben.

    Bis für ein paar wenige Spitzenfotografen, wird Fotografie bestenfalls als zweites Standbein wirtschaftlich funktionieren.

    Ich will keinem Fotografen zu nahe treten…aber Angebot und Nachfrage haben sich halt stark verändert…und werden es weiterhin tun.
    Die technischen Möglichkeiten zu “normalen” Preisen sind halt massivst(!!) gewachsen….Labor braucht man halt heut nicht mehr…

    Und wer heut vor dieser milliarden-€-getriebene Entwicklung die Augen verschließt, wird bald unsanft geweckt werden.

    Rudolf

    18 Feb 10 at 10:00 am

  19. …und eine Kleingkeit am Rande sollte man nicht ganz vergessen…

    Die Wirtschaftskammer und die Innung machen mit dem zwangsverordneten Kurs- und Prüfungsprogramm gutes Geschäft und Kohle!! ;o)

    … auf Kosten der Volkswirtschaft und der Berufsfotografen, denn dadurch wird der Pfusch und die 0€-Fotografie gefördert.

    Der Fotografen-Legitimierung fehlt 2010 jeglicher sachlicher Boden.
    Die Entligitimierung ist vorprogrammiert…ist nur eine Frage der Zeit.
    WEr geschickt ist, bereitet sich darauf vor. ;o)

    RU

    Rudolf

    22 Feb 10 at 10:05 am

  20. Wenn Hobbyphotographen es schaffen Berufsphotographen den Job wegzunehmen, dann ist der Berufsstand UNNÖTIG und die Berufsphotographen UNFÄHIG. Da kann beim besten Willen kein Mensch was dafür…

    Michael Ströck

    1 Mar 10 at 11:01 am

  21. immer wieder traurig zu sehn wie wenig leute lesen und denken können und dann kommentieren..

    in keinem wort geht es hier darum dass die berufsfotografen die ja sowieso *alle* unfähig sind einen schutz vor den um so viel besseren hobbyfotografen brauchen, sondern einzig und allein darum dass die masse an leuten die ambitionen haben mit ihrem hobby geld zu verdienen den markt so kaputt machen dass es bald kein geld mehr zu verdienen gibt mit dieser tätigkeit. weder von meister- noch von hobbyfotografen.
    aber wahrscheinlich muss es so weit kommen um den beruf in etwa so attraktiv zu machen wie den des friseurs oder malers (was ja eigentlich auch jeder kann, und auch keinen gesundheitlich schadet wenn er was nicht richtig macht) – genauso berufsstände mit meisterpflicht, nur will sie halt nur ein bruchteil an leuten machen..

    markus

    5 Mar 10 at 1:45 am

  22. Also ich mache keine FTP oder 0 Euro Fotos, sondern bezahle dem Mode 1,- Euro Honorar! Dies ist laut WK für mich die einzige legale Möglichkeit künstlerische Fotos in meinem Studio zu machen. Nachdem die WK gemeinsam mit der Fotografeninnung mich als „böser Privatstudiobesitzer” mittels Deduktiv bespitzeln hat lassen (aber keine Pfusch nachweisen konnte), ist dies meine kleine Rache am „Monopol“ der Berufsfotografen. Wenn alle Amateure, die aufgrund der Gewerbeordnung kein Gewerbe anmelden können, massiv Fotos gegen Bezahlung von 1,- Euro Honorar anbieten würden, gäbe es binnen zwei Jahre eine Novelle zur Gewerbeordnung, in welcher „Fotograf“ ein freies Gewerbe wäre.
    Nun zum Thema “Meisterfotograf”. Immer wieder gibt es das Argument “der verpfuschten Hochzeitsfotos”. Wie wichtig ist es doch, dass da ein Meisterfotograf am Werk ist! Schließlich Heiratet man ja nur einmal!
    Hat sich schon jemand einmal überlegt, wie viele Menschen an einem Mai Samstag heiraten. Ich kenne Fotografen, da wird jeder der nur halbwegs eine Kamera halten kann, zu einer Hochzeit geschickt – Auftrag ist Auftrag – und mit RAW Fotos und Photoshop kann man alles noch irgendwie so bearbeiten, dass man es verkaufen kann! Von wegen „Meisterfotograf!“

    Hier ein kurzer Auszug aus einer Liste mit den freien Gewerben. Jeder kann sich selbst Bild über die möglichen Gefahren für den Konsumenten durch unsachgemäße Gewerbeausübung mach!

    Abdichter gegen Feuchtigkeit und Druckwasser
    Babysitten
    Babysitter-Agentur
    Begleitserviceagentur
    Betrieb von Bäder
    Beaufsichtigung von Kindern ohne Verfolgung erzieherischer Ziele im Rahmen eines Gästekindergartens
    Betrieb eines Tonstudios sowie Herstellung von Tonaufnahmen auf Tonträgern jeder Art
    Betrieb von Schleppliften
    Betrieb von Tankstellen
    Computersoftwareerzeuger
    Erzeugung von Dessertweinen und Fruchtsäften
    Fahrzeug- und Transportbegleitung
    Fallschirmerzeuger
    Herstellung von Farben und Lacke
    Filmproduktion (Herstellung von zur öffentlichen Aufführung bestimmten Laufbildern und Bildträgern jeder Art)
    Finanzdienstleistungsassistent (Ausübung von Tätigkeiten gemäß Paragraph 19 Absatz 2a des WAG)
    Flämmen von Holz
    Fotomodellagentur und Mannequinagentur
    Gabelbissenerzeuger
    Organisation von Veranstaltungen
    Erzeugung von Pizzen
    Personalauslese (Durchführung von Eignungs-, Charakter- und Persönlichkeitsuntersuchungen)
    Pressefotografen
    Produktion von Tonaufnahmen auf Schallträgern aller Art
    Public Relations – Berater (PR-Berater)
    Spirituosenerzeuger
    Sportmanagement und Vermittlung von Erlebnismöglichkeiten
    Verschrottung von Kraftfahrzeugen
    Videofilmhersteller (zur öffentlichen Aufführung bestimmter Videos)
    Würstelstand siehe Verabreichung von Speisen in einfacher Art
    Werbefilmhersteller
    Werbeagentur
    Werbegrafik-Designer

    Vollständige Liste: http://www.50plus.at/unternehmensgruendung/gewerbe-freie.htm

    Wenn der Gesetzgeber behauptet, die Gewerbeordnung ist nur zum Schutz des Konsumenten da, dann misst er mit unterschiedlichem Maß. Ich glaube da mehr an ein gutes Lobby der Fotografen!

    Michael

    29 Apr 10 at 1:24 pm

  23. Hier eine Presseaussendung über 150 Jahre Gewerbeordnung vom 21.10.2009

    Im bezug auf die Reglementierung des Fotografengewerbes sind die Worte der reinste Hohn!

    Und dann wundern sich die Politiker, dass nicht einmal mehr 50% der Wahlberechtigten zu einer Wahl gehen!

    Originaltext von der Webseite des Wirtschaftsministeriums:

    Bei einem Festakt anlässlich “150 Jahre Gewerbeordnung” in der Wiener Hofburg unterstrich Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner die Bedeutung dieses Regelwerks als ein Instrument zur Förderung des Wettbewerbs. “Das war schon bei ihrer Gründung im Jahr 1859 so, damals sensationell, als ein Gesetz für einen Binnenmarkt in der ganzen Monarchie, von der Intention her vergleichbar unserer Europäischen Union”, sagte Mitterlehner. Heute gehe es darum, den Gründungsgedanken für die Gegenwart und Zukunft zu adaptieren.

    Heute gehe es um sinnvolle Regulierungen, die sich am Konsumentenschutz, an Umweltanliegen und am Arbeitnehmerschutz orientieren. Zugangsbeschränkungen mit dem Anschein des Ausschaltens unliebsamer Konkurrenz seien in den Hintergrund getreten. Es gebe kein Einspruchsrecht von Interessenvertretungen mehr, stattdessen die Überprüfung der individuellen Befähigung auch außerhalb standardisierter Erhebungen. Neben den 700 “freien Gewerben” gibt es nur mehr 80 reglementierte.

    “Es geht nicht um ein ‘Ja’ oder ‘Nein’ von Regulierung, sondern es geht darum, sinnvoll zu regulieren. Gerade in der aktuellen Krisensituation sind richtig aufgestellte Regeln – in allen Bereichen – von besonderer Bedeutung. In diesem Sinne ist der heutige Tag weniger ein Anlass, um zurück zu blicken, sondern viel mehr eine Gelegenheit, in die Zukunft zu blicken”, schloss Mitterlehner.

    Michael

    29 Apr 10 at 2:14 pm

  24. also ka was man noch sagen soll auf der einen seite ist es so und das kann sicher sehr viele auch bestätigen, das es Fotografen gibt , die sich auch Fotografen schimpfen dürfen aber nur mittelmäßige Leistung anbieten. Zum anderen kommt auch dazu ( so wie es bei mir auch der Fall ist) das ich Die fotografie nur als 2. Standbein nutzen will und werde denn für mehr ist sie heutzutage nicht mehr zu gebrauchen . Außer man hat in irgendeiner Form beziehungen und kennt leute , die einen reinbringen mit fixeinkommen solange die Qualität auf selben niveau bleibt. Ich arbeite als Szenefotograf auf Events und Partys was man ohne irgendeine bewilligung machen darf offiziell. Um jetzt ma aus einer anderen Sicht das Problem mit ” er ist meister also darf er das und nur er macht das auch super” zu betrachten. WEnn ich von mir ausgehe aus Der Gastronomie zbsp ist es so das es sooo viele ungelernte Köche Kellner usw. gibt denen aber die Chance, sich zu beweißen, gegeben wurde und dadurch in form von learning by doing, Ansporn und etwas Talent genauso gut teils sogar besser hackln können als gelernte. Ich habe selber die Ausbildung gemacht und gesehn das sie viel zu klassisch war was auch auf viele andere Berufe zutrifft. DAzu kommt auch das ich von einigen Fotografen mir gesagt wurde , dass sie selber auch nicht anders angefangen haben. Sie haben einfach fotografiert verkauft wurden angesprochen bekammen freelancer jobs haben sich weiter entwickelt und meist erst im nachhinein vlt noch eine ausbildung gemacht .WEnn man sieht das jemand Talent hat sich auch mit der Materie ( damit aber der aktuellen und nicht sachen aus Omas zeit) auskennt dann sehe ich kein grund ihm nicht die Möglichkeit zu geben sich zu verwirklichen . Ansonsten geht man mit der Fotografie in Richtung kunst denn dort kann weder Innung noch Behörde noch groß was machen.Wie gesagt ich sehe die Fotografie als Kunst und nicht Handwerk. Handwerk ist es für mich erst dann wenn es zur Fließbandarbeit wird. Ein Bild wird durch die Impression den Inhalt die Komposition der Farbe dem Kontrast usw und seiner Aussage erst zum Bild ud sowas gehört in meinen Augen zur Kunst

    sammy

    13 May 10 at 8:40 pm

  25. Ich hab eine Fotoschule gemacht, die allerdings fürs Gewerbe nicht anerkannt ist. Unsere Lehrer waren Meister, Künstler, Prof. aus Wien etc.
    Die paar Semester waren net ohne und gelernt haben wir auch genug.
    Die Qualität die ich liefern könnte, ist mit Sicherheit höher, als bei 70% der “Meister” die bei uns in der Stadt ihre “Bilder” in der Auslage ausstellen. Zudem ich seit 30 Jahren fotografiere und eine Duka auch noch nutze, Farbe und SW, bis Planfilm.
    Manchmal denke ich mir, nebenbei mach ich was, geht aber net, weil man muß ja erst die Meisterprüfung für Gewerbe machen.
    Ich glaube, das sich Qualität durchsetzt. Viele von Österreichs besten und renommierten Fotografen kommen aus dem Hobbybereich.FRagts den Bitesnich nach einem Meisterbrief.
    Das ist alles Wischiwaschi.
    Es wachsen ja auch nicht die Werbeagenturen wie Schwammerl aus dem Boden, nur weil die Leute glauben sie können schreiben oder zeichnen.

    Blackmind

    15 Jul 10 at 12:33 pm

  26. Hello… also ich versuche mich auch einmal in so einem Art Forum.

    Ich komme eigtl. von der Veranstaltungstechnik… wo das dann aber nicht ganz so hin gehauen hat und so gab es bei mir eine Umorientierung und so dachte ich mir ich würde gerne fotografieren. Also hab ich mich auf gemacht und mir gedacht bewerbe ich bei BERUFSfotografen und Mediendesign hab ich gesucht… nur sieht es da leider nicht gerade rosig aus.

    Dann weiß ich auch nicht ob ich die 3 Jahre mir 14-15 Jährigen in der Schule sitzen möchte.. bin gegen So. 22 :-P und so bin ich noch IMMEr auf der SUCHE nach einem Ausbildungsweg zum BERUFSfotografen.. denn bis jetzt habe ich leider noch keinen Kontakt gefunden.. wer mir da andere Möglichkeiten verraten hätt können. Hier wollte ich jetzt auch schon zu jemanden Kontakt aufnehmen.. geht leider nicht.

    Und warum ich bis jetzt noch nicht einfach Gewerbe PRESSEFOTOGRAF angemeldet habe!? weil ich da einige Bilder nicht machen darf… siehe meinen Link auf fb.

    Wenn mit jemand viell. gute Tipps geben kann.. wie ich die Fotografie legal ausüben kann und Geld nehmen darf.. wäre ich MEHR ALSL GLÜCKLICH… den so langsam wird es echt ZACH. XD

    mein Link um viell. mal einen Einblick in meine Fotos zu bekommen :-) : http://www.facebook.com/pages/BS-Pictures/131115623570671?ref=ts

    BS-Pictures

    17 Aug 10 at 6:31 pm

  27. Das ist wie wenn du eine arme Familie dazu zwingst statt einem Skoda Fabia einen Porsche kaufen zu müssen.

    Meint die Familie, heee wir brauchen keinen Porsche wir brauchen “nur” einen Skoda Fabia um ein bisschen fahren zu können.
    Meint der Berufsfotograf (rechtlich geschützt):
    NEIN, du kaufst jetzt einen Porsche und basta.

    Gratis Fotografieren? Dann soll es doch so sein…

    D.F

    19 Jan 11 at 10:50 am

  28. es gibt “argumente” die sind an schwachsinnigkeit echt kaum zu übertreffen, vermutlich wissen diejenigen das auch, sonst würden sie wohl nicht anonym und mit falscher e-mail-adresse posten.. (dass das ganze über proxy1.oebb.at kommt will ich mal nicht wertend kommentieren)

    markus

    19 Jan 11 at 12:04 pm

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